Just Another Ant
Friday, 20. May 2005
Anthony Braxton 60th Birthday Collection

Diese Sache ist mir doch ein großes Anliegen. (Jawohl, mein Name taucht auch in der folgenden Petition auf.) Überlegen Sie sich also bitte eine "Spende", wenn Sie ABs Musik mögen. Mehr über Anthony Braxton - vielleicht eine Reihe mit ein paar meiner Lieblingsplatten von ihm - wird es sicher in den nächsten Wochen an dieser Stelle geben.

---Anfang des Rundschreibens
On June 4th multi-instrumentalist/composer/writer/teacher Anthony Braxton will be turning 60. 2005 is his 39th year in Creative Musics and
38 years have passed since his recording debut on (Muhal) Richard Abrams' "Levels And Degrees of Light". One outcome of Braxton's never-wavering dedication over these four decades is a qualitively astounding discography of nearly 250 albums.

Braxton's birthday provides a great opportunity for us to show our appreciation - not only of his music but for him as an artist who held out through rough times (like the first half of the 80s or the period after his expensive opera project "Trillium R", 1996).

Mr. Braxton has been quite generous about his fans' sharing of OOP records (for example the scandalously unavailable Arista albums!) and even encourages it. So if you partook in trading/downloading this material or live bootlegs or if you simply want to make a birthday present you can do this now through the "Anthony Braxton 60th Birthday Collection".

The procedure: Click

makeashorterlink.com

or

tinyurl.com

Both links lead to the following PayPal page

paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_xclick&business=gregory%2es%2eblake%40fri tolay%2ecom&no_shipping=0&no_note=1&tax=0&currency_code=USD&lc=US

and are provided for better usability.

The "AB60thBC" utilizes a PayPal business account. Therefore donors don't need to be PayPal members and can send their contributions also with their credit cards. Only 1.5% PP transaction fees will be deducted from each donation - the rest will be taken over by us.

Mr. Braxton will get 98.5% of the total sum of the contributions.

Once the campaign has ended (June 30th), the money will be sent to Braxton via check. Proof that he got it will be provided with scans of the transaction stub and/or a message from Mr. Braxton.

Braxton himself doesn't know about this initiative yet.

Please forward this mail (or only the link to the PP account page) to any person that might be interested in contributing to the campaign.

Thanks in advance for any donation!

Regards Greg Blake - manager of the "AB 60th birthday" PP account Franz Fuchs - moderator of the Braxton mailing list

Some links:

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Sunday, 20. March 2005

Ich liebe Geschichten, die sich um "intellectual selfempowerment" drehen. So beginnt die Wikipedia Einführung The Book Stops Here im "Wired" Magazine:

Dixon, New Mexico, is a rural town with a few hundred residents and no traffic lights. At the end of a dirt road, in the shadow of a small mountain sits a gray trailer. It is the home of Einar Kvaran. To understand the most audacious experiment of the postboom Internet, this is a good place to begin.

Kvaran is a tall and hale 56-year-old with a ruddy face, blue eyes, and blond hair that's turning white. He calls himself an "art historian without portfolio" but has no formal credentials in his area of proclaimed expertise. He's never published a scholarly article or taught a college course. Over three decades, he's been a Peace Corps volunteer, an autoworker, a union steward, a homeschooling mentor, and the drummer in a Michigan band called Kodai Road. Right now, he's unemployed. Which isn't to say he doesn't work. For about six hours each day, Kvaran reads and writes about American sculpture and public art and pub­lishes his articles for an audience of millions around the world.

Hundreds of books on sculptors, regional architecture, and art history are stacked floor to ceiling inside his trailer - along with 68 thick albums containing 20 years of photos he's taken on the American road. The outlet for his knowledge is at the other end of his dialup Internet connection: the daring but controversial Web site known as Wikipedia.

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Tuesday, 25. January 2005
Injazz.net & Parallactic

Einen sehr guten Einstand legt die Seite injazz.net hin. Nicht nur, daß man CDs des vom Multi-Instrumentalisten Brandon Evans gegründeten Parallactic-Labels zu einem sehr fairen Preis ($5) laden kann, es gibt auch einige umfangreiche MP3-Samples (40 Minuten von Parallactic 23 und überhaupt, von der Länge des Tracks abgesehen: Anthony Braxton!). Ein weiterer, wahrscheinlich nur temporärer, Bonus: Paralactic 01 als Gratis-Download .

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Saturday, 22. January 2005
Anthony Braxton (+Duke Ellington) "Concept of Freedom"

Auf dieses Album freue ich mich schon jetzt!

Details [Credits jpg] hat der mitwirkende Posaunist Roland Dahinden auf seiner Homepage.

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Monday, 15. November 2004
Eine Art interner Mitteilung

In den letzten Monaten war an dieser Stelle sehr wenig los, was etwa nicht daran gelegen hat, daß mein Enthusiasmus für die Blogosphäre nachgelassen hätte - ganz im Gegenteil! Ich hatte allein Zweifel, ob denn die Welt unbedingt einen weiteren Blog (nämlich den meinen) ohne thematischen Schwerpunkt und mit qualitätsmäßig unsicherem Status braucht. Da aber das mediale System der Weblogs nicht zuletzt über Masse so gut funktioniert, kann ich zumindest bei diesem Parameter meinen Teil beitragen.

Ansonsten möchte ich in den nächsten Tagen das Design der Seite etwas verbessern und mit der (derzeit allerdings mehr schlecht als recht) eingebundenen Furl-Box dafür sorgen, daß es sich für Interessierte lohnt, regelmäßig hier vorbeizusehen.

(Ad Furl: Bei den pdf-Links bitte auf den Furl-Permalink klicken, wenn Sie die Datei nicht im Browser öffnen wollen.)

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Wednesday, 21. July 2004
Alex Ross Blog

Mir war das neu: Alex Ross vom "New Yorker" hat einen Weblog mit dem Titel The Rest Is Noise

[via Salons Wednesday Morning Download, wo sich Thomas Bartlett über Elvis Costellos Ballet "Il Sogno" wenig enthusiastisch äußert und dabei auf Ross' Beurteilung "Still, better than McCartney" verweist.]

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Thursday, 24. June 2004

Christian Köllerer schreibt in seinen Notizen über Karl Corinos umfangreiche Musil-Biographie*. Diese Besprechung ist interessant und auch amüsant, wenn etwa die Tendenz Corinos kommentiert wird, indigniert zu reagieren, wenn Musil (auto-)biographische Elemente bei Verwendung in seinem fiktionalem Werk verändert:

Stellenweise fühlt man sich sogar an Platons Idealstaat erinnert, aus dem der Philosoph alle Dichter verbannt wissen wollte, weil diese die Realität durch Lügen entstellten.

Und wenn man sich schon einmal köllerer.de befindet, kann man gleich die gesammelten "Notizen"-Schwerpunkte zu Zitaten aus Schillerbriefen, Herodot und Thukydides lesen.

*Siehe Just Another Ant 9.10.2003 und 16.11.2003

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Friday, 4. June 2004

Der äußerst rührige Zappa-Fan-Blog Kill Ugly Radio hat Links auf einige neu im Netz zu findende Artikel über den, ich schreibe das mal so hin, Meister:

  • Kill Ugly Radio 24.4.2004 Aloha Zappa. Hier werden Scans verlinkt zu einem Zappa-Artikel aus dem holländischen "Aloha" Magazin (Jan. 2004, 5 Seiten) und ein '87er Portrait (6 Seiten) von "Music Technology". (In der zweiten Hälfte der 80er befand sich Zappa schon einige Jahre tief in seiner Synclavier-Phase.)

  • Kill Ugly Radio 2.6.2004 Got Your Mojo? hat Scans vom Zappa-Special (11 Seiten!) des Mojo Magazines. Daß in der Populärkultur das Wort "Genie" wesentlich freigiebiger verwendet wird als in der Hochkultur, wo man den Begriff nicht erst seit gestern als problematisch ansieht, wäre übrigens ein netter Gegenstand für nähere Untersuchungen.

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Thursday, 3. June 2004
Arno Schmidt Referenzbibliothek

Die GASL [Gesellschaft der Arno Schmidt Leser] startet im Juni 2004, im Jubiläumsjahr von Arno Schmidts 90. Geburtstag und zum Gedenken an seinen Tod vor 25 Jahren, die Edition einer digitalen »Arno Schmidt Referenzbibliothek«. Bei den Büchern dieser Bibliothek handelt es sich um Titel, die sich in Schmidts Nachlaßbibliothek befinden oder die in Schmidts Werken eine wichtige Rolle spielen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Ausgaben des 18. und 19. Jahrhunderts.

Es werden im ersten Jahr über 130 Werke mit mehr als 50.000 Seiten zum freien Download zur Verfügung gestellt. Schmidt-Forscher und engagierte Schmidt-Leser erhalten damit eine einzigartige Sammlung wertvoller Referenzliteratur, wie es sie für einen Schriftsteller bisher noch nicht gab. [Mehr]

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Tuesday, 1. June 2004
Simenon

Bei zwei der drei demnächst im Rahmen der "NYRB Classics" erscheinenden Simenon-Bücher sind das Vor- bzw. Nachwort online.

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gladwell dot com ist die Homepage des Journalisten Malcolm Gladwell ("staff writer" beim "New Yorker"). Das Archiv der Seite ist sehr großzügig. Lesen kann man da u.a. Gladwells Reportage über SUVs [html/pdf] oder den Essay "The Naked Face" [html/pdf] über den Psychologen Paul Ekman.

Den Gladwell-Link habe ich von Language Hat, wo auch eine Zusammenfassung des zweiten der von mir erwähnten Artikel zu finden ist.

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Saturday, 29. May 2004
Perry Anderson & Taiwan & Italien

Wer etwas Zeit für das Lesen eine umfangreicheren Analyse hat, sollte sich unbedingt Perry Andersons Stand-Off in Taiwan ("London Review of Books") vornehmen. Der Autor informiert über die kuriosen Präsidentenwahlen vom März; weiters über die Rivalität zwischen der chinatreuen "pan-Blue"-Fraktion und dem "pan-Green" Parteienbündnis, das die Unabhängigkeit anstrebt; die drei größten Bevölkerungsgruppen Taiwans, die sich nicht nur in ihrem Ursprung, sondern auch in ihren Sprachen unterscheiden (Min-nan, Hakkan und Mandarin). Eine kurze Einführung in die taiwanesiche Geschichte gibt es ebenfalls, von der chinesischen Besiedlung ab dem 17. Jahrhundert über die japanische Besatzung und schließlich Chiang Kai-sheks 25-jährige Regierungszeit, die wirtschaftlichen Aufschwung (mit amerikanischer Unterstützung) und brutale Unterdrückung politischer Dissidenten brachte.

Anderson lobt Taiwans demokratische Kultur, die sich nach dem Tod von Chiang (1975) entwickelt hat:

The vitality of the democracy that has emerged from it is by any standards remarkable. It puts to shame that of both its overlords. (Gemeint sind China und die USA.)

...sieht aber wenig Chancen für eine Unabhängigkeit der Insel:

Whatever the short-term eventualities, the long-term prospects of China ever accepting a breakaway of Taiwan seem small. From the standpoint of the nation-state, for a former province without ethnic difference from the majority population to attempt independence is secession. So far, no nation-state has ever permitted this. There is, moreover, effectively an international pact against recognising such a breakaway, since so many states have reason to fear they would be the first to suffer once the precedent was set. Within China itself, fear of the precedent would be even more acute, since a province like, say, Guangdong, with its own distinct language, has a much stronger claim to separate cultural identity than Taiwan, a population four times larger and a standard of living (already well above the mainland average) which it could certainly improve by no longer having to pay taxes to Beijing. Freely to accept the independence of Taiwan would, in the eyes of the central government, be to invite a dynamic of disintegration along Yugoslav lines. So long " as Taiwan remains an American protectorate, Beijing will put up with it, much as Nanjing put up with Manchukuo as a Japanese protectorate. But historically, some kind of reintegration seems the least unlikely outcome in the long run.

Mit ähnlich großem Gewinn habe ich übrigens Andersons fantastisches Italien-Portrait von 2002 gelesen. Titel: Land Without Prejudice

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Sunday, 23. May 2004

Aus aktuellem Anlaß drei Hinweise zu Michael Moore:

  • Ein wenig schmeichelhaftes Portrait im Observer [via Prolific, Abteilung Quicklinks]. Besonders überzeugend finde ich diesen gut geschriebenen Versuch einer 15-minütigen psychologischen Schnellanalyse nicht (Autor Andrew Anthony hatte eine Viertelstunde für sein Interview mit Moore). Zwischendurch ein bemerkenswerter Satz:

It ["Fahrenheit 9/11"] is also, with a couple of exceptions, a triumph of editing. Indeed, Moore is arguably the most ideological and emotive editor since Sergei Eisenstein, the Soviet propagandist who developed a kind of didactic montage.

  • Besser gefällt mir die aktuelle, keineswegs unkritische Kolumne von Frank Rich in der NYT. Titel: Michael Moore's Candid Camera, in der es nicht um die Person Moore, sondern nur um dessen neuen Film geht. Rich meint zum Schluß:

No one would ever accuse Michael Moore of having a beautiful mind. Subtleties and fine distinctions are not his thing. That matters very little, it turns out, when you have a story this ugly and this powerful to tell.

  • In der Godard Mailingliste wurde dieser Eintrag aus dem Weblog von Jean-Sébastien Chauvin (ehemals "Cahiers du Cinéma") empfohlen, um einige (eher kryptische) Moore-kritische Bemerkungen von Godard verständlicher zu machen. Chauvin kontrastiert Luc Moullet's "Génèse d'un Repas" mit "Bowling For Columbine".

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Friday, 21. May 2004

Das habe ich als Anhänger der "New York of Books" mit großem Interesse gelesen:

Scott Sherman im Nation Magazine The Rebirth of the NYRB

Sherman gibt einen kurzen Überblick der Book Review-Geschichte, wobei er nicht überraschend meint, daß der Höhepunkt ihrer politisierten Phase in den Jahren des Vietnam Kriegs war und danach, mit dem Weggang von Autoren wie Noam Chomsky, eine Art professorale Konsolidierung einsetzte. Aber

Down through the years, the Review has maintained its commitment to New Deal/Great Society liberalism and to civil liberties, racial equality and human rights.

was ja auch nicht wenig ist. Die Präsidentschaft von George W. Bush und der 11.September sind es vor allem, die die Book Review Redakteure wieder dazu motiviert haben, schärfer über politische Themen zu schreiben. Sherman nennt einige der wichtigen Artikel, wie etwa Joan Didions Fixed Opinions, or The Hinge of History, Norman Mailers Only In America und, dessen für die NYRB tatsächlich ungewöhnlich Polemik The White Man Unburdened. (Die juristischen Analysen von Ronald Dworkin über die Präsidentenwahlen von 2000, über Miltärtribunale und die Einschränkung der Bürgerrechte sind dankenswerterweise fast alle online.)

Zwei weitere Links:

  • Noam Chomsky Artikel aus der NYRB Zeit sind auf chomsky.info online.
  • Ein Portrait von Robert Silvers beim Guardian mit folgender Einleitung:

Four decades ago Robert Silvers helped to found the New York Review of Books and it soon became the voice of liberal American intellectuals. Now 74, he is still in charge - tirelessly running a journal that is widely admired for its unashamed elitism and rigorous scepticism.

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Thursday, 20. May 2004

Ein paar Dinge, die ich in den letzten Tagen geladen habe:

  • Gottlob Frege: Die Grundlagen der Arithmetik [pdf via dem Frege-Eintrag bei der Stanford Encyclopedia of Philosophy]
  • Balaji Parthasarathy: Globalizing Information Technology: The Domestic Policy Context for India’s Software Production and Exports. Eine fast 40 Seiten lange Studie[html/pdf], erschienen bei Iterations "An interdisciplinary journal of software history".
  • Peter Hallward: Option Zero in Haiti [html/pdf]. Wieder einmal ein umfangreiches Länderportrait der New Left Review.
  • "The Vault. The Definitive Guide to the Musical World of Prince". Ein etwa 25-seitiger Sampler [pdf] aus den über 700 Seiten dieses Buches, das vom schwedischen Fanzine "Uptown" herausgebracht wird.

Eine gesonderte Erwähnung verdient die Sample Chapters-Seite der Princeton University Press. Hier kann man sich durch die ersten Kapitel von Dutzenden von Büchern lesen. Aufgefallen sind mir bisher:

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Tuesday, 11. May 2004

Robert Hooke is one of the most neglected natural philosophers of all time. The inventor of, amongst other things, the iris diaphragm in cameras, the universal joint used in motor vehicles, the balance wheel in a watch, the originator of the word 'cell' in biology, he was Surveyor of the City of London after the Great Fire of 1666, architect, experimenter, worked in astronomy - yet is known mostly for Hooke's Law. He fell out with Newton, and certainly had a difficult temperament. He deserves more from History than he received in his lifetime.

(Quelle: Eingangsbemerkung von roberthooke.org.uk. Auf den Namen Robert Hooke bin ich zum ersten Mal durch dieses Interview von Laura Miller mit Neal Stephenson gestoßen.)

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Monday, 10. May 2004

Ein paar Zitate aus Louis Menands emfehlenswerter Rezension [Patriot Games, New Yorker] von Samuel Huntingtons neuem Buch "Who Are We? The Challenges to America’s National Identity":

Huntington is a domestic monoculturalist and a global multiculturalist (and an enemy of domestic multiculturalism and global monoculturalism). (Sehr schön gesagt.)

[...]

"Who Are We?” is about as blunt a work of identity politics as you are likely to find. It says that the chief reason—it could even be the only reason—for Americans to embrace their culture is that it is the culture that happens to be theirs. Americans must love their culture; on the other hand, they must never become so infatuated that, in their delirium, they seek to embrace the world.

[...]

The bad guys in Huntington’s scenario can be divided into two groups. One is composed of intellectuals, people who preach dissent from the values of the “core culture.” As is generally the case with indictments of this sort, recognizable names are sparse. Among those that do turn up are Bill Clinton, Al Gore, the political theorist Michael Walzer, and the philosopher Martha Nussbaum. All of them would be astonished to learn that they are deconstructionists. (It is amazing how thoroughly the word “deconstruction” has been drained of meaning, and by the very people who accuse deconstruction of draining words of meaning.)

[...]

He thinks that the deconstructionists had their sunny moment in the late nineteen-eighties and early nineties, and were beaten back during the culture wars that their views set off. They have not gone away, though. In the future, he says, “the outcomes of these battles in the deconstructionist war will undoubtedly be substantially affected by the extent to which Americans suffer repeated terrorist attacks on their homeland and their country engages in overseas wars against its enemies.” The more attacks and wars, he suggests, the smaller the deconstructionist threat. This may strike some readers as a high price to pay for keeping Martha Nussbaum in check.

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Sunday, 9. May 2004
Zweimal Comics
  1. Die NYT über den ersten Band der Complete Peanuts von Fantagraphics.

  2. Ein langes Portrait in "Time" (Autor: Richard Corliss) von Harvey Kurtzman. Kurtzman wird als der wichtigste Redakteur der Anfangszeit von "Mad" gesehen, das, wie ich durch diesen Artikel gelernt habe, als Comic-Book begonnen hat und erst 1955, nach zwei Jahren zum Magazin für Erwachsene geworden ist. Ab 1956, nach seinem Weggang von E.C., dem Verlag von "Mad", gründete Kurtzman drei weitere satirische Zeitschriften: Trump (mit Unterstützung von Hugh Hefner), Humbug und HELP! Allerdings war keine dieser Arbeiten kommerziell erfolgreich. 25 Jahre, bis Ende der 80er, textete Kurtzman dann den eher schwachen parodistischen Strip "Little Annie Fannie" für "Playboy".

Mit den über 8000 Wörtern seines solide geschriebenen Artikels, der allerdings manchmal etwas unter der Fülle an Fakten zu ächzen scheint, dürfte Corliss den nur 43 Wörter langen "Time"-Nachruf auf Kurtzman von 1993 wieder gutgemacht haben.

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Sunday, 2. May 2004

Geoffrey K. Pullum, dem man mangelnde Meinungsfreude nicht vorwerfen kann, schreibt im großartigen Language Log über Dan Browns "The Da Vinci Code". Dabei nimmt er mit seinem linguistischen Besteck amüsant die stilistischen Unzulänglichkeiten dieses Bestsellers auseinander. Pullum ist übrigens Mitherausgeber des monumentalen "Cambridge Grammar of the English Language", das schon längere Zeit auf meiner Buchkauf-Wunschliste steht. (Nähere Informationen, inklusive Probekapitel, gibt es auf der Verlagsseite des CGEL.) Zwei Rezensionen des CGEL: Eine weniger enthusiastische der Linguist List und, besonders schön, eine über dreißig Seiten lange [pdf] von Peter W. Culicover.

It bothers me that some humanists are so unscientific ist ein Satz aus einem Language Log-Eintrag der letzten Zeit, der mir in Erinnerung geblieben ist.

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Friday, 30. April 2004

Nach Jahren des weniger geschickten Marketings ist Prince nun wieder ein Coup geglückt. Als Gegenleistung für etwas erhöhte Ticketpreise läßt er bei seiner aktuellen Tournee die dazugehörige neue CD unter den Konzertbesuchern verteilen, was dann bei Nielsen Soundscan als normaler Verkauf verrechnet wird. Billboard berichtet darüber [prince.org]. Teile der Musikindustrie sehen diese Vertriebsart als erfolgversprechend für ältere Bands (die nebenbei auch milde beleidigt werden*):

Label executives mainly see heritage acts as being able to afford to duplicate the Prince strategy. In fact, some label executives already report that managers of such bands are fascinated by the concept.

"Take this to its logical conclusion: A dinosaur act* that no longer sells records but does great live business can do a stadium tour over the summer and dominate The Billboard 200," one label executive says.

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Friday, 23. April 2004
New York Review of Books Junkie

Ein Zeichen für Abhängigkeit von der New York Review of Books ist, wenn man etwa zwei Wochen nach Erscheinen der letzten Ausgabe beginnt, per Hand im Browserfenster mögliche URLs einzugeben, um bereits frühzeitig an die Artikel der nächsten Nummer zu kommen. Die Adressen für die Inhaltsangaben der "Book Review" sind nach dem Schema Jahr-Monat-Tag aufgebaut. So lautet die URL der letzten Nummer www.nybooks.com. Nun muß man nur noch herumprobieren und das Erscheinungsdatum der nächsten Nummer herausfinden. Heute hat es gleich beim ersten Anlauf geklappt. Die URL für die noch nicht auf der NYRB-Eingangsseite verlinkte Nr. 8/2004 lautet: www.nybooks.com. Allerdings sind noch alle Artikel "subscriber-only".

Update: Mittlerweile ist diese Ausgabe offiziell "draußen". Aber immerhin bin ich mit meiner Methode zwei oder drei Stunden früher an 8/2004 rangekommen! Im Extremfall können es aber sogar mehrere Tage sein!

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Mit Begeisterung habe ich Origins and History of Unix, 1969-1995, ein Teilkapitel aus Eric Raymonds "The Art of Unix Programming" gelesen. Mit Begeisterung deshalb, weil sich die Teile meines vorher sporadisch angelesenen Halbwissens dank dieser gut gelungenen Einführung nun besser zusammenfügen. Neu war mir, um nur eines von mehreren Beispielen zu nennen, daß man mit Unix lange Zeit wegen fehlender Netzwerkfähigkeit am ARPANET nur sehr eingeschränkt teilhaben konnte und daß sich dies erst 1983, nach fast 15 Jahren, mit TCP/IP änderte:

Until the TCP/IP implementation was released with Berkeley 4.2 in 1983, Unix had had only the weakest networking support. Early experiments with Ethernet were unsatisfactory. An ugly but serviceable facility called UUCP (Unix to Unix Copy Program) had been developed at Bell Labs for distributing software over conventional telephone lines via modem. UUCP could forward Unix mail between widely separated machines, and (after Usenet was invented in 1981) supported Usenet, a distributed bulletin-board facility that allowed users to broadcast text messages to anywhere that had phone lines and Unix systems.

Still, the few Unix users aware of the bright lights of the ARPANET felt like they were stuck in a backwater. No FTP, no telnet, only the most restricted remote job execution, and painfully slow links. Before TCP/IP, the Internet and Unix cultures did not mix. Dennis Ritchie's vision of computers as a way to “encourage close communication” was one of collegial communities clustered around individual timesharing machines or in the same computing center; it didn't extend to the continent-wide distributed ‘network nation’ that ARPA users had started to form in the mid-1970s. Early ARPANETters, for their part, considered Unix a crude makeshift limping along on risibly weak hardware.

After TCP/IP, everything changed. The ARPANET and Unix cultures began to merge at the edges, a development that would eventually save both from destruction.

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Saturday, 3. April 2004

Die Village Voice schreibt über Dave Sims nunmehr nach 25 Jahren und 300 Ausgaben zu Ende gegangenem Comic-Kraftakt "Cerebus". (Siehe auch Weblog 31.12.2003.) Sims kontroversielle Aspekte, die wirklich unglaublich over the top sind, kommen in dem Artikel ebenfalls zur Sprache. Traurig, daß Sim seinem Ansehen in den letzten 10 Jahren doch erheblichen Schaden zugefügt hat. Die "Phonebooks" genannten Kollektionen der Cerebus-Hefte sind allerdings optisch immer noch ein Vergnügen. "Cerebus Fangirl" - erstaunlich, daß es Sim noch nicht geschafft hat, alle seine weiblichen Leser zu vergraulen - hat eine Liste dieser Bücher.

Unter die Rubrik "Seltsamkeiten" fällt wohl auch dieses Interview, das Vincent Gallo dem Lodown Magazin gegeben hat. Gallo fühlt sich von der "zionist homosexual propaganda" verfolgt und glaubt, daß Gus Van Sant nur wegen seiner sexuellen Orientierung die Goldene Palme bekommen hat, gewissermaßen als Freundschaftsdienst von Patrice Chérau. Leider widerspricht der Journalist nicht, sondern unterstützt Gallo noch bei dessen derben Auslassungen.

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Wednesday, 24. March 2004

Mike Godwin: "What Every Citizen Should Know About DRM, a.k.a. “Digital Rights Management” [pdf 1,5MB ca. 40 Seiten]. Gefunden bei der Internetz Mailingliste von vibe!at. Dank an den dort unermüdlich verlinkenden Peter Kuhm.

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Saturday, 13. March 2004

Doch überraschend, daß der Gitarren-Exzentriker Eugene Chadbourne [Homepage/Fansite] beim All Music Guide Cyndi Laupers zweites Album bespricht. Welche Chadbourne-Rezensionen sind mir in letzter Zeit noch dort untergekommen? Im Moment kann ich mich nur an diese von Anthony Braxtons "Saxophone Improvisations Series F" erinnern.

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Wednesday, 10. March 2004

Die Village Voice bringt diese Woche eine Zusammenfassung der juristischen Querelen um Jack Smiths Nachlaß: Flaming Intrigue. Das im Text erwähnte Manifest "The Perfect Film Appositeness of Maria Montez" habe ich online bisher noch nicht gefunden. Die heftigen Vorwürfe der Gegner der Plaster Foundation (die Jack Smith künstlerisches Erbe in den letzten fünfzehn Jahren betreut hat) konnte man in den vergangenen Wochen in der Frameworks-Mailingliste mitverfolgen. (J. Hoberman hat dort auch die Gelegenheit zu einer Replik genutzt.)

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Wednesday, 3. March 2004

Justin Hall hat seinen City-Guide "Just In Tokyo" als pdf ins Netz gestellt [Justin's Links 03-02-2004]

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Tuesday, 2. March 2004
CDs von Berio bis Xenakis

...zu einem sehr günstigen Preis findet man in der collage-Reihe des Labels col legno.

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Monday, 1. March 2004
Barbara Loden und "Wanda"

Heute um 23:10 sendet 3sat die sicher nicht oft im Fernsehen zu sehende Dokumentation "Ich bin Wanda" [Programminformation] über die Schauspielerin und Regisseurin Barbara Loden. Morgen um 22:25 gibt es dann Lodens einzigen Spielfilm "Wanda" [nochmals Programminformation] zu sehen.

Ich werde in den nächsten Tagen einige Zitate aus Bérénice Reynauds "Für Wanda" nachtragen. (Der Aufsatz ist in dem von mir geschätzten und bereits erwähnten Buch "The Last Great American Picture Show" erschienen.)

Wichtiges Update: Der erwähnte Artikel ist im Original online [Senses of Cinema]

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Saturday, 28. February 2004

Arts & Letters Daily verlinkt auf das "New Yorker" Profile von Lyle Lovett, welches im Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe (2004-03-01) nicht als Online-Artikel aufscheint.

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Friday, 27. February 2004

Der Sprachen-Blog Tenser, said the Tensor hat eine feine Reihe über Linguistik und Science begonnen. Bisher gibt es zwei Teile:

[Via dem für mich unumgänglichen Language Hat]

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University of California Press ebooks

The University of California Press offers hundreds of books for free as part of its eScholarship Editions:

Here are lists of the books that are available to the general public:

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From a cinephile point of view, Jonathan Rosenbaum's Moving Places: A Life at the Movies and Barton Byg's Landscapes of Resistance about the German films of Danièle Huillet and Jean-Marie Straub are especially interesting. Charles Kindleberger's Historical Economics: Art or Science? also caught my eye.

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Thursday, 26. February 2004

Zweimal amerikanischer Präsidentschaftswahlkampf aus linker Perspektive: Mickey Z. zitiert beim Press Action-Blog in einem Pro-Nader-Kandidatur- und Anti-Kerry-Artikel folgenden Ausspruch von Eugene Debs:

"I'd rather vote for something I want and not get it than vote for something I don't want, and get it."

Ein Leser kontert im Kommentarteil mit:

"I'd rather vote for something I can tolerate and get it than vote for something that seems ideal and get something I can't stand."

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Saturday, 14. February 2004
"My flexibility is minus twelve points eight degrees"

The following is an amusing excerpt from Graham Lock's great and indispensable book "Forces In Motion. The Music and Thoughts of Anthony Braxton". The passage is remarkable because Braxton, who normally refuses to indulge in polemics against individuals, shortly abstains from this principle.

During the meal Braxton reminisces about the music business, telling us about his meeting with Sidney Bernstein, the rock impresario, who, for a short time, was Ornette Coleman's manager.
'Boy, you should've seen his office, walls covered with gold discs, thick carpets, this enormous sofa that I
sank into. And you know how these guys talk: "Anthony, I want you to know I respect your work, truly, but you gotta forget everything you've done in the past. No, hear me out: I can guarantee I'll make you half a million dollars in the next nine months, that's half-a-mill-i-on-dollars, but there's one condition - you have to do everything I tell you. OK, OK, I know you have your ideals, believe me I can relate to that, but ideals aren't gonna feed your family, are they? Anthony, let's be realistic, huh? We think you should record with Johnny Chickenshit - no, no, let me finish - Johnny's also on our books, he's a very good musician, the critics think so, and he's popular, mean, we think this will be a viable commercial product. Of course, you will have to be a bit more flexible about your music...OK, I appreciate you have your dreams, but c'mon, are you gonna let your children starve for the sake of a few dreams? Anthony, just sign the contract, huh? Don't you owe your children that much? Is a little flexibility such an unreasonable thing to ask in return for all the money you ever wanted?"'
Braxton shakes his head, eyes wide in disbelief. 'I'm sitting there,
still sinking into the danged sofa, thinking, "Uh? What is this?" I told him, thank you very much sir, but when it comes to my music, my flexibility is minus twelve points eight degrees.

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Friday, 23. January 2004

Jim O'Rourke empfiehlt - eklektisch wie immer, von Gerry Rafferty bis Derek Bailey - Platten [Amazon.co.uk via Jim O'Rourke Mailingliste]

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Thursday, 22. January 2004
Cornelius Cardews "Stockhausen Serves Imperialism" als pdf

Folgendes habe ich gerade in der John Cage-Mailingliste gelesen:

UbuWeb is pleased to announce the reprint of Cornelius Cardew's, "Stockhausen Serves Imperialism and other articles" (1974) The highly controversial collected Marxist writings of British avant-garde composer Cornelius Cardew (1936-1981). Cardew, a one-time assistant to Karlheinz Stockhausen and founder of The Scrach Orchestra, gradually moved away from John Cage-inspired works toward radical Marxism. Long out of print, "Stockhausen Serves Imperialism" contains "A History of the Scratch Orchestra" by Rod Eley; "John Cage: Ghost or Monster?" by John Tilbury; and the following by Cardew: "Stockhausen Serves Imperialism," "On Criticism," "A Critical Concert,"Self-Criticism: Repudiation of Earlier Works," "Problems of Notation," and "Criticism of The Great
Learning."

Link: Ubuweb:Historical (mit Einführung von Kyle Gann)

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Ein sehr interessantes David Lynch-Portrait mit dem Titel "Getting Lost Is Beautiful" hat John Powers 2001 für das LA Weekly Magazin verfasst [davidlynch.de]. Neben seinen nach gewöhnlichen Maßstäben wohl erratischen Essgewohnheiten (sechs Monate jeden Tag das Gleiche) kommen mir bisher unbekannte Facetten zur Sprache: Lnych hat eine Vorliebe für Ronald Reagan, die allerdings mehr ästhetische Gründe zu haben scheint (nicht daß dies das Faible leichter nachvollziehbar macht). DavidLynch.com und die Eraserhead-DVD werden auch erwähnt.

In jüngster Zeit hat Lynch das eine Milliarde Dollar teure "Peace Palace"-Projekt des Maharishi Mahesh Yogi (of Beatles fame) unterstützt, wie der Guardian berichtet.

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Wednesday, 21. January 2004


Neu ist Chomsky.info

Scheint schon alles zu funktionieren, obwohl die Seite erst Anfang Februar offiziell gelauncht werden soll (wie ich Bad News entnehme, dem bisherigen Chomsky-Archiv).

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Bis die Domain vor etwa zwei Wochen verschwunden ist, habe ich fast jeden Tag bei Jorn Bargers Robotwisdom Weblog in der vergeblichen Hoffnung auf Updates vorbeigesehen. Nun stellt sich heraus, daß diese Online-Absenz auch noch eine reale war (Barger wurde fast zwei Monate lang vermisst). Diese Information habe ich aus einem Wired News-Artikel [Jorn Barger Has Left The Building], der insofern noch etwas Besonderes ist, als er ein fast aktuelles Foto hat [via Kestrel's Nest]

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Wednesday, 31. December 2003

Das "Saturday Night Magazine" hat ein sehr solides, informatives Portrait des Comics-Auteurs Dave Sim (Cerebus) gebracht. Scans (6 Stück) dieser Einführung findet man hier. Sim hat sich in den letzten zehn Jahren einem Großteil der Comics-Community durch seine selbst bei großzügigster Auslegung nur als wahnwitzig zu bezeichnenden Aussagen über Geschlechterfragen entfremdet. Über die Gründe dieser Eigendemontage läßt sich zwar nur spekulieren, aber wenn man die Ursachen im Pathologischen zu sucht, liegt man wohl nicht ganz falsch. [Via diesem Thread (Achtung, rüder Umgangston!) beim TCJ Messageboard.]

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Wednesday, 24. December 2003
Linguablogs

Ich muß schon sagen, Languagehat ist ein großartiger Sprachenblog. (Die dortige Blogroll hat Links zu weiteren interessanten "Linguablogs".)

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Tuesday, 16. December 2003

Eric Raymonds neues Buch, "The Art of Unix Programming", ist online [Faqs.org]. Jetzt wäre es nur noch schön, wenn Raymond seinem Waffenfimmel* abschwören würde, der bei seiner politischen Ausrichtung nun wieder nicht völlig überraschend ist (er ist "Libertarian").

  • Zitat:
    Geeks and guns are a natural match. Open-source software is about getting freedom; personal firearms are about keeping it. [Quelle]

"Unix Programming"-Link via Slashdot und Joel (Spolsky) On Software.

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Tuesday, 9. December 2003

Benjamin Wallace-Wells schreibt, wie sich MTV allgemein und "The Real World" im Besonderen seit der ersten Hälfte der 90er verändert haben [Washington Monthly "Boob Tub"]. Man erfährt u.a.:

After facing declining ratings in the mid-1990s, the network hired executives Van Toffler and Brian Graden to give MTV's programming a facelift: Their brief was to reduce reliance on music videos to increase the ratings among the target young audience. "[In the early '90s] we had influential content, influential music, things were changing, but we had low, low ratings," Judy McGrath, at the time MTV's president, told New York magazine this summer. "Back then, our steady diet was a lot of leading-edge stuff, and not a ton of people were watching."

Und weiter:

MTV has always pursued teenagers; what has changed is the sort of teenagers it is chasing, and what ideal of cool it established to court them. During the 1980s and early 1990s, the network tried to convert its viewers, suggesting to hungry-for-hipness suburban teens that there was something out there cooler and more compelling than their own high school melodramas. The gospel has since changed. What MTV is selling its teen audience now (with "Sorority Life," "Fraternity Life," "Spring Break: Cancun," a more juvenile "Real World") is a bland vision of the immediate future in which the first years of college look pretty much like high school, but without parents or homework. The focus is on having fun, not being challenged by new or different experiences.

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Friday, 5. December 2003
"Leiden der Brauchbarkeit"

...wie Brecht mal gesagt hat. Der NYObserver porträtiert den konservativen Journalisten David Brooks. An einer Stelle heißt es:

In 1984, the 24-year-old Mr. Brooks left New York to write editorials and movie reviews for the right-leaning Washington Times, where he became close pals with John Podhoretz, now a columnist at the New York Post. At one of Mr. Podhoretz’s legendary New Year’s Eve parties, when the Talking Heads’ "Burning Down the House" came on, all the young Reaganites started going nuts, especially Mr. Brooks.

"We agreed that this was sort of like the conservative-libertarian anthem," said Mr. Podhoretz. "And David was particularly enthusiastically [sic], you know, sort of jumping up and down."

Apropos Talking Heads. Ich habe nicht gewußt, daß Bassistin Tina Weymouth und David Byrne ein inniges Gefühl der Abneigung verbindet. Das Salon Magazine (Daypass req.) schreibt über diese Beziehung und die neue Talking Heads CD-Box.

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Thursday, 4. December 2003

"Acid House and Thatcherism" von Andrew Hill [pdf]:

This paper examines why the late 1980s youth subculture Acid House provoked a moral panic of the scale and intensity that it did. The subculture is conceived as presenting a disruptive presence to Thatcherism as an hegemonic project. The terms under which this occurred are examined through the themes of noise, the mob, and the disruption of bureaucratic authority. The presence of Acid House within the English countryside, and in particular the Home Counties, is situated as enhancing the problematic status of the subculture. The scale of measures taken against Acid House is related to Thatcherism's 'authoritarian populism'. Acid House is located in terms of a history of similar forms of popular cultural activity. The coverage of Acid House in The Sun and The Daily Mail, and the parliamentary debate around the second reading of the Entertainments (Increased Penalties) Act, are drawn upon throughout.
[Quelle: html Abstract]

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Wednesday, 3. December 2003

Michael Berube, der ein äußerst skrupulöser Professor zu sein scheint, berichtet über seine Erlebnisse im Umgang mit konservativen Studenten [via Arts & Letters Daily]

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Tuesday, 2. December 2003

Gary Groth interviewt den sehr widersprüchlichen Robert Crumb [TCJ Audio]. Die MP3-Files bleiben bis 2. Januar auf der "Comics Journal" Homepage.

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Laura K. Lawless, die neben ihrem Französisch- auch einen Spanischkurs leitet [Allinfo-about.com], schreibt über die Frage "Is Spanish Easier than French?" [About.com]

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Monday, 1. December 2003

In de.etc.sprache.misc wird in knapp 150 Zeilen die volksrepublikanische Vereinfachung der chinesischen Schriftzeichen erklärt [Google Groups]

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Saturday, 29. November 2003

Der Kunsthistoriker T. Kaori Kitao berichtet über seine Erfahrungen beim Erlernen von 14(!) Sprachen:

In all these efforts that I consider rather serious than half-hearted, my achievement in proficiency is slim to say the least. But I feel comfortable enough to think that on arriving in any of the countries in which these languages are used, I'd be ready to refuel and revive whatever I had learned and then build on it for improvement. Having earned little proficiency in most of the languages I had studied, I can nevertheless claim that I learned to think differently from those who had no or no more than foreign language in school.

For one, we gain a deeper understanding of our own native language when we pick up another language. Any foreign language, from the very start of learning process, sets a contrast with our own and illuminates it; and if we allow ourselves to reflect on it we come to realize how peculiar whatever is familiar to us might seem to others who speak and think in another language. This is a lesson in multiculturalism; it gives us the clearest and best glimpse into the world of another culture. Having to struggle to learn a foreign language deepens our understanding of another culture, however peculiar it may first appear.

Außerdem: T. Kaori Kitao über Japanglish, Janglish und Panglish.

[via Justin's Links]

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Sunday, 23. November 2003

Wenn dieser längere Artikel (13 Scans) aus dem GQ Magazine stimmt - und es scheint sich um gut recherchierten investigativen Journalismus zu handeln - dann wurde Michael Jackson mit den '93er Vorwürfen wegen Kindesmißbrauch übel mitgespielt. Von den Erwachsenen der klagenden Partei wird ein denkbar unvorteilhaftes Bild gezeichnet. Insgesamt hat man 200 Kinder befragt, letztendlich gab es nur die Aussagen eines Jungen, dem aber kurz zuvor in der väterlichen Arztpraxis unter dubiosen Umständen das Narkotikum Amytal verabreicht worden ist. (Das alles hört sich wirklich abenteuerlich an.) Unter anderem war es die Zusammensetzung der Jury bei einem eventuellen Prozeß (das hat jetzt ja wieder aktuelle Relevanz), die den Anwälten Jacksons Kopfzerbrechen bereitete und weshalb sie ihrem Klienten zu einer außergerichtlichen Einigung geraten haben:

Hispanics might resent [Jackson]for his money, blacks might resent him for trying to be white, and whites would have trouble getting around the molestation issue.

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Saturday, 22. November 2003

"Diagonal", die fast zweistündige "Wochenendbeilage" des österreichischen Rundfunksenders Ö1 beschäftigt sich in ihrer 1000. Folge - mit "Diagonal" [Ö1]

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Friday, 21. November 2003

Scott Rosenberg verweist in seinem Blog auf mehrere Seiten, die erklären, wie man mit Hilfe von RSS-Feed-URLs permanente Links für Artikel der New York Times setzen kann.

Kurz gesagt: Wer keinen RSS-Aggregator installieren will, ist wohl mit dem New York Times Link Generator von Aaron Swartz am besten bedient.

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Thursday, 20. November 2003

Das neueste Telepolis-Buch heißt "Mix, Burn & R.I.P." und hat den dystopischen(?) Untertitel "Das Ende der Musikindustrie". Dazu gibt's auch eine gutgemachte Webseite.

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Gary Kamiya faßt im Salon Magazine auch die zweite Diskussion zwischen Mark Danner und Christopher Hitchens zusammen [The great debate, reloaded Daypass req.]

Nachdem sich Hitchens beim ersten Zusammentreffen im Januar pro-Krieg ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt hatte, fragt sich Kamiya nun:

How would the legendarily silver-tongued Hitchens talk his way out of this one?

Antwort: Auf den ersten Blick überraschend gut, weil wie üblich rhetorisch gefinkelt und noch zusätzlich motiviert durch missionarische Leidenschaft. Daß die meisten seiner Prognosen* für den Fall einer Besetzung des Iraks nicht eingetroffen sind, bringt ihn anscheind nicht aus dem Gleichgewicht. Wie es mit einigen seiner wichtigsten Argumente (praktisch identisch mit denen der US-Regierung) für eine Invasion des Irak steht, ist außerdem eine gute Frage. Thomas Powers hat dazu in der "New York Review of Books" einen längeren Essay mit dem eindeutigen Titel The Vanishing Case for War geschrieben, in dem die Behauptungen Washingtons, namentlich:

Iraq was actively developing weapons of mass destruction including nuclear bombs; that it had a secret working relationship with Osama bin Laden's al-Qaeda terrorist network, which had been responsible for the attacks on September 11; and that the danger that Saddam Hussein would provide terrorists with weapons of mass destruction was so grave that it amounted to an imminent threat.

genauestens analysiert und mit CIA-Unterlagen und dem vorläufigen Bericht des jetzt im Irak arbeitenden Waffenexperten David Kay verglichen werden. Powers' Fazit: Fast keine läßt sich belegen, was zumindest der rein faktischen Seite - es gibt ja noch die moralische - von Hitchens' regime change-Enthusiamus die Grundlage entzieht.

*Kamiya über die Positionen der Diskutanten im Jänner:

Hitchens said that America had no choice but to invade, both because Saddam represented an imminent threat and because it was our moral duty to do so. Saddam was evil, unstable and connected to Islamist terrorists such as Ansar al-Islam. He possessed a terrifying arsenal of weapons of mass destruction, which inspectors would never be able to find, and had shown in the past that he was willing to use them. His eventual fall was sure to be chaotic and risky: It was better to seize the initiative and remove him at a time of our choosing. It was also essential to demonstrate to the bin Ladens of the world that America was not a paper tiger. The risks were not great: The war would be quick, the occupation relatively painless, we would be greeted by most Iraqis as liberators, and reconstructing Iraq would proceed apace. The rest of the Arab and Muslim world would not erupt: Indeed, striking down Saddam could help revive the Palestinian-Israeli peace process. Above all, the U.S. simply had the moral responsibility to strike down psychopathic tyrants like Saddam Hussein.

Danner argued that invading Iraq to remove Saddam Hussein was both unnecessary and too risky. Although he acknowledged that Saddam was a loathsome tyrant and he would have supported ousting him under the right circumstances, he maintained that the costs were not acceptable. Saddam did not, he said, represent an imminent threat: There was no evidence that he was connected to global terrorism, and aggressive inspections backed up with the threat of airstrikes would keep him in his box. As for the consequences of invasion, they could potentially be dire. U.S. invasion would require a prolonged occupation that would expose American troops to guerrilla attacks and could result in a fractured, failed state that would be a haven for terrorists. America, with its short attention span, was not good at nation building to begin with, and was facing an enormously difficult task in Iraq, an artificially created country divided along religious and ethnic lines that had suffered despotic rule for decades. Finally, invading a major Arab state would be certain to stir up Arab and Muslim rage against the U.S., leading to more attacks against us -- just what bin Laden had hoped for.

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Tuesday, 18. November 2003

Franz von Kutschera ist seit Jahrzehnten damit beschäftigt, ein wichtiges Buch nach dem anderen zu schreiben, zuletzt eine Trilogie über die Platon-Dialoge. Hier gibt es eine biographische Miniatur über den Philosophen.

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Populärkultur galore

Schon die NYT schreibt über die 9DVD-Box "Alien Quadrilogy" sehr anerkennend ("startling assemblage"), aber jetzt kommt's: DVD Talk widmet dieser Neuveröffentlichung eine detailreiche (und unglaublich enthusiastische) Besprechung von sage und schreibe 13 000 Wörtern. [Via Whedonesque, wo sich nicht nur ein Link zu einer weiteren Rezension findet, sondern auch ein Hinweis auf Joss Whedons unverstümmeltes Drehbuch für "Alien Resurrection".]

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Sunday, 16. November 2003

Ebenfalls letzthin gelesen (ich bin kein unumschränkter Anhänger): Die Seite "Ryan Adams Online" hat in ihrer Interviewabteilung Scans von aktuellen Portraits aus dem NME und "Q Magazine". Selbst kann ich es mir, bei allem Respekt für das handwerkliche Können des traditionalistischen Melodienschmieds Noel Gallagher, schwerlich vorstellen, diesen zu "studieren", wie Adams hier meint.

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Oliver Pfohlmann bespricht in der taz Karl Corinos und Herbert Krafts Musilbiographie bzw. -studie. An anderer Stelle rezensiert Pfohlmann drei neue Arbeiten der Musil-Forschung [Literaturkritik.de]

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Friday, 14. November 2003

Muß man wohl nicht unbedingt lesen, ich habe es trotzdem getan: Die sehr rührige Fanseite "Madonnalicious" hat Scans des aufsehenerregenden Madonna-Interviews im "Times Magazine". "Definitive", wie angekündigt, ist die Angelegenheit wohl nicht, eher definitiv in volatiler Stimmung geführt - die Autorin Ginny Dougary klagt über Distanziertheit und Gereiztheit des Stars. Ich stelle mir nur die Frage, warum sich Pop-Musiker der Esoterik zuwenden, wenn sie in ihrem Weltwissen reifen wollen, statt sich mit den Naturwissenschaften, Philosophie, Mathematik, etc. zu beschäftigen.

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Wednesday, 12. November 2003

Vanity Fair Nov. 2002: "Rocking Around The Clock". Elvis Costello picks music for every hour of the day [via Pitchforks Rezension von "North"]

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Sunday, 9. November 2003

Zuerst im österreichischen "Profil", jetzt auf ihrer Homepage: Elfriede Jelinek über David Lynchs "Lost Highway" und ihre Arbeit an der Opernversion dieses Films.

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Friday, 7. November 2003

Bisher nur angelesen, scheint aber qualitativ und quantitativ herausragend zu sein: "Making Marx in the Music: A HyperHistory of New Music and Politics"* [New Music Box]. Link gefunden wieder einmal in der Marxismus Mailingliste des unermüdlichen (und das politische Establishment unerbittlich hassenden) Louis Proyect.

*Man muß auf der Einführungsseite nach unten scrollen, um zu den weiteren Kapiteln über u.a. Cornelius Cardew und Luigi Nono zu kommen.

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Hochinteressant, finde ich: Tony Judt rezensierte im Juli 2002 Michael Orens "Six Days of War: June 1967 and the Making of the Modern Middle East" [Powells.com/TNR]. In Teil I schildert Judt seine Eindrücke von einem Mitt-Sechziger Aufenthalt in Israel (er hat in einem Kibbutz gearbeitet), Teil II liefert eine Kurzfassung des Sechs-Tage-Kriegs und in Teil III beschreibt er dessen langfristige Auswirkungen auf den Nahen Osten.

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Monday, 3. November 2003

John Seabrook hat auf seiner Homepage eine ganze Reihe seiner längeren Arbeiten für den "New Yorker" gesammelt. Seinen '95 Essay "Home On The Net", der eine Inspiration für Doug Blocks Film "Home Page" war, findet man allerdings noch unter einer früheren Internet-Adresse.

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Sunday, 2. November 2003

Beim Blättern in der heutigen NYT sind mir drei Dinge aufgefallen:

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Traurig, sehr traurig: Der Musiker und Musikwissenschaftler Peter Niklas Wilson ist gestorben. Christian Broecking hat für die "Frankfurter Rundschau" einen Nachruf verfaßt. Für Wilsons Biographie über Anthony Braxton [Oreos Verlag] - die man unbedingt lesen sollte, wenn man Interesse an Jazz nach 1960 hat - werde ich immer dankbar sein.

(Siehe auch hiesiger Weblog vom 6.7.2003)

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Tuesday, 28. October 2003
Chaucer online

On this site you will find William Caxton’s two editions of Chaucer’s Canterbury Tales, probably printed in 1476 and 1483. The originals are both in the British Library.
[Quelle: Homepage British Library via alt.usage.english]

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Monday, 27. October 2003

Ein Thread bei de.rec.buecher über "David Copperfield" mit einer Passage aus Arno Schmidts Dickens-Radioessay [google groups]

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Tuesday, 21. October 2003

George Monbiot über die Auslagerung von britischer White Collar-Arbeit nach Asien [Guardian]:

All those concerned about economic justice and the distribution of wealth at home should despair. All those concerned about global justice and the distribution of wealth around the world should rejoice. As we are, by and large, the same people, we have a problem.

Link via der Marx Mailingliste von Louis Proyect (dessen Kenntnis der marxistischen Basisliteratur und Eifer im Auswerten einer Unmenge von Quellen ich bewundere, von dem mich aber politisch doch Einiges trennt).

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Antville-Nachbar Ekkehard Knörer [Jumpcut] bespricht in der taz Jason Lutes' Comic "Berlin. Steinerne Stadt". Beim Perlentaucher ist außerdem dieses Satt.org-Interview von Knörer mit Lutes verlinkt.

Amazon.com hat sechs Seiten von "Berlin. Book One" als "excerpt". Bei SilverBulletComics gibt es ein umfangreiches Interview mit Lutes. (Der Link zu Jason Lutes' Seite beim Verlag Drawn & Quarterly, den man dort findet, funktioniert übrigens nicht mehr. Hier ist die aktualisierte Adresse.)

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Monday, 20. October 2003

Sehr schön: Die aktuelle Ausgabe (17/2003 = "40th Anniversary Issue") der "New York Review of Books" ist online zur Gänze frei zugänglich. Bereits gelesen habe ich Russell Bakers Rezension von Paul Krugmans* gesammelten NYT-Kolumnen.

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Tuesday, 14. October 2003
"Complete Peanuts"

50 years of art. 25 books. Two books per year for 12 1/2 years. Fantagraphics Books is proud to announce the most eagerly-awaited and ambitious publishing project in the history of the American comic strip: the complete reprinting of CHARLES M. SCHULZ’s classic, PEANUTS.
[Mehr: Fantagraphics]

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Sunday, 12. October 2003

Noch einmal [Weblog 9.10.2003] Michael Maar in der "Weltwoche" : Für Thomas Manns "Zauberberg" liefert er anläßlich der kritischen Neuedition* eine "dämonische Lesart".

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Der erzkonservative William Buckley Jr. ("National Review") bespricht in der NY Times "The Meaning of Everything. The Story of the Oxford English Dictionary" von Simon Winchester. In der Rezension findet man einen teilweisen Abdruck jenes Bewerbungsschreibens vom OED-Herausgeber James Murray*, dessen deutsche Übersetzung an dieser Stelle bereits zu lesen war [Weblog 20. 8. 2002]. Den ebenfalls erwähnten Lexikonartikel, den Murray für die Encyclopaedia Britannica geschrieben hat, gibt es bei 1911encyclopedia.org (man muß auf der Seite nach unten scrollen).

  • "James Murray and the Oxford English Dictionary" [Bikwil]
    Kurzbiographie [OED]

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Grundsätzlich fällt es mir schwer, polemisch zu sein oder mich zustimmend zu harter Kritik zu äußern, aber diese Abrechnung (Titel: "Kitschliesl") Elfriede Jelineks mit Leni Riefenstahl, gehalten in dem für sie typischen, virtuos grausig-komischen Kalauern finde ich sehr gelungen. Die Riefenstahl ist, wenn man so sagen will, ein dankbares Objekt, schließlich kristallisiert sich in ihr viel von dem, was Frau Jelinek schon jahrelang beschäftigt: Tatsächliche oder vorgetäuschte Verdrängung der eigenen Rolle im Dritten Reich, Körperkult, etc.

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Thursday, 9. October 2003

Wenn ich mich nicht irre, liefert Michael Maar in der "Weltwoche" die bisher umfangreichste Besprechung von Karl Corinos 2000-seitiger Musil-Biographie: Mausoleum auf Papier "40 Jahre lang hat Karl Corino das Leben von Robert Musil erforscht. Sein Mammutwerk sprengt die Standards biografischen Schreibens." [Hinweis gefunden in der Musil Mailingliste]

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Wednesday, 8. October 2003
Zweimal Arno Schmidt

Die Arno Schmidt Stiftung hat dankenswerterweise das umfangreiche Bibliotheksverzeichnis von Günter Jürgensmeier online gestellt, wie man auf ihrer Homepage unter "Archiv" ersehen kann. Direktlink: zip pdf, 4 MB

Marius Fränzel bietet einen 18-seitigen pdf Scan (Inhaltsverzeichnis, Einleitung, 3. Kapitel "Brand's Haide") aus seiner Schmidt-Monographie an.

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Tuesday, 7. October 2003

Jonathon Keats und Pico Iyer schreiben enthusiastisch über Spanglish respektive Hinglish [Prospect Magazine via Perlentaucher, wo auch einige markante Passagen übersetzt wurden]

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Monday, 6. October 2003

Daß Mick Jagger vor dem Beginn des 69er Hyde-Park-Brian-Jones-Memorial-Konzertes einige Verse (Cantos XXXIX ff.) aus Shelleys "Adonais" vorgetragen hat, gehört zur Pop-Folklore. Diese Pointe war mir jedoch neu:

The next day a British newspaper, grudgingly impressed but slightly misunderstanding Jagger's pronunciation of "Shelley," duly reported a memorable reading from the works of the Cuban revolutionary "Che" Guevara, and ironically praised Mick for his political correctness. Among much other commentary, no one remarked that the ecstatic cloud of butterflies[released by Jagger] had slowly drifted across the adjacent Serpentine, where Shelley's first wife had also drowned.
Zitiert nach Richard Holmes: "He Doth Not Sleep" (NYRB, eAbo nötig), einem Artikel von 1992, in dem damals aktuelle Sekundärliteratur zu Shelley besprochen wird (und wo ein kleiner Faux-Pas bezüglich Brian Jones' Funktion bei den Stones passiert ist).

Weiters erfährt man - ich achte wirklich obsessiv auf solche Dinge:

[Shelley] translated from German, Spanish, Latin, Arabic, and Greek, including Plato's Symposium;

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Sunday, 5. October 2003

Bruce Grierson hat im NYT Magazine vom 1. Semptember 2002 eine großartige Reportage mit dem Titel Spellbound veröffentlicht. Es geht um den jährlichen amerikanischen Buchstabier-Wettbewerb und die Familie Goldstein, deren Kinder es in diesem Bereich zu einer dauerhaften Meisterschaft gebracht haben:

The Goldsteins are to spelling what the Williamses are to tennis or the Mitford sisters were to British literary eccentricity.

Über die Sinnhaftigkeit des Wettbuchstabierens selbst kann man gut streiten - diese Veranstaltungen oszilieren wohl zwischen Drama (angesichts des extremen Arbeitsaufwands, den die Kinder vorher auf sich nehmen müssen) und dramatischer Banalität, aber gerührt bin ich doch, wenn man über Amy Goldstein lesen kann:

[She developed] at a very early age an almost spiritually ecstatic relationship to words -- the sound of them, the look of them -- and by kindergarten had taken to sleeping with the dictionary.

Im Frühjahr 2003 ist (unabhängig von Griersons Artikel) ein Dokumentarfilm in die US-Kinos gekommen, der aus Vorliebe für zu naheliegende Wortspiele ebenfalls "Spellbound" heißt und auch über den "Scripps Howard National Spelling Bee" berichtet [Movie Review Query Engine]. Neben den positiven Rezensionen (u.a. von A.O. Scott) gab es einen Totalverriß [Slant].

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Sunday, 28. September 2003

1995 ist im mittlerweile verschiedenen Magazin "Lingua Franca" ein informativer und, eben typisch LF, süffiger Artikel über das "Jesus Seminar" erschienen [Web.org via Robotwisdom history.literate]. In dieser zweimal jährlichen stattfindenden Tagung von Bibelforschern werden die Evangelien auf ihre historisch verifizierbaren Aussagen bezüglich der Worte & Taten von Christus abgeklopft, eine nicht leichte Aufgabe:

The last session was devoted largely to the narratives concerning Jesus' infancy in the Gospels of Matthew and Luke, with the scholars managing to finally agree on two points: that he was indeed Jewish and that his mother's name was Mary.

Und hier Bild, das man sich von Jesus im Seminar macht:

[...] was a dirt-poor, illiterate peasant sage from Galilee influenced perhaps by Greek Cynic philosophers, and is most vividly described in the writings of [John Dominic] Crossan, an eloquent stylist who mixes cultural anthropology with liberation theology. Crossan's Jesus, whose role model seems to have been Stanley Kubrick's Spartacus, ate with outcasts and led a raggedy band of first-century hippies from village to village, preaching a message of radical egalitarianism to the oppressed denizens. His message "did not invite a political revolution but envisaged a social one at the imagination's most dangerous depths," Crossan writes excitedly in Jesus: A Revolutionary Biography

Außerdem erfährt man, daß Film-Regisseur Paul Verhoeven an mehreren Treffen teilgenommen hat und eine Jesus-Verfilmung plant(e), dabei allerdings das von den Seminaristen größtenteils abgelehnte Johannes Evangelium als Quelle benutzen will.

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Wednesday, 24. September 2003

So deutlich wie in dieser Rezension von N. Hamiltons "Bill Clinton. An American Journey" wird die NYT selten:

A pasted-together compendium of recycled news, familiar observations and base gossip, Nigel Hamilton's new biography of Bill Clinton represents a sleazy new low in the chronicling of presidential lives. It regurgitates the most scurrilous and unsubstantiated rumors about Mr. Clinton and his wife; dwells, with voyeuristic fascination, on his sex life and uses soap opera prose and sociological hot air to recount (in this, the first of two projected volumes) Mr. Clinton's life through the conclusion of his tumultuous 1992 run for the White House.

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Tuesday, 23. September 2003
"Catcher In The Rye", Classroom Classic

Angeregt durch Laura Millers Artikel über "Classroom Classics"* [NYT Will This Be on the Test?] lese ich nach dreizehn Jahren wieder J.D. Salingers "Catcher In The Rye", ein Buch das von Miller nicht unpassend als "masterpiece of adolescent grumpiness" bezeichnet wird. Folgende Passage finde ich tatsächlich komisch (den Körpergeräusch-Scherz, der gleich darauf kommt, lasse ich jedoch weg):

Where I [Holden Caulfield, the narrator] lived at Pencey, I lived in the Ossenburger Memorial Wing of the new dorms. It was only for Juniors and Seniors. I was a Junior. My room-mate was a Senior. It was named after this guy Ossenburger that went to Pencey. He made a pot of dough in the undertaking business after he got out of Pencey. What he did, he started these undertaking parlours all over the country that you could get members of your family buried for about five bucks apiece. You should see old Ossenburger. He probably just shoves them in a sack and dumps them in the river. Anyway, he gave Pencey a pile of dough, and they named our wing after him. The first football game of the year he came up to school in this big goddam Cadillac, and we all had to stand up in the grandstand and give him a locomotive - that's a cheer. Then, the next morning, in chapel he made a speech that lasted about ten hours. He started off with about fifty corny jokes, just to show us what a regular guy he was. Very big deal. Then he started telling us how he was never ashamed, when he was in some kind of trouble or something, to get right down to his knees and pray to God. He told us we should always pray to God - talk to Him and all - wherever we were. He told we ought to think of Jesus as our buddy and all. He said he talked to Jesus all the time. Even when he was driving his car. That killed me. I can just see the big phoney bastard shifting into first gear and asking Jesus to send him a few more stiffs.

*"The classroom classic is a literary hazelnut: you crack it open and it easily yields a round, whole meat; that's all there is, no shards or membranes to pick through. You can discuss its theme, but not debate it."
Aber es gibt da noch die "black sheep among classroom classics". Zu diesen gehört laut Miller "The Catcher In The Rye".

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Tuesday, 16. September 2003

In einem taz-Artikel zum Erscheinen der deutschen Übersetzung von Jonathan Franzens Debütroman "The Twenty-Seventh City" (1988) kann man Folgendes lesen, das mich an meine genau umgekehrten Erfahrungen der letzten Zeit hat denken lassen:

Franzen bedankt sich [...] geradezu verlegen bei einer literarisch gebildeten Zuhörerin, die in seinen Werken den Einfluss der deutschen Romantik aufgespürt hat, und erzählt mit einem selbstironischen Augenzwinkern, wie er beim Verfassen der "27sten Stadt" immer wieder ganze Sätze ins Deutsche übersetzt hat: "Im Englischen klang es wie Entertainment, aber auf Deutsch hörte es sich wie echte Literatur an."

Noch einmal Franzen: Er bringt in seinem Essay "Perchance To Dream: In The Age Of Images, A Reason To Write Novels" dieses Zitat von Flannery O'Connor:

People without hope not only don't write novels, but what is more to the point, they don't read them. They don't take long looks at anything, because they lack the courage. The way to despair is to refuse to have any kind of experience, and the novel, of course, is a way to have experience.

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Sunday, 7. September 2003

Ein schöner, kompakter Artikel vom in Pop-Dingen unermüdlichen David Lavery über die Einflüsse und Ansichten von Joss Whedon ("Buffy the Vampire Slayer" et al): “A Religion in Narrative”: Joss Whedon and Television Creativity

In The Stuff Our Dreams Are Made Of: How Science Fiction Conquered Reality, the always irreverant Thomas Disch, contemplating the follies of Scientology, wonders out loud why it is that the only science fiction writer ever to found a religion had to be such an awful one. Why, oh why, could it not have been, say, Philip K. Dick whose theologizing found disciples and not the reprehensible L. Ron Hubbard? The “religion in narrative” now gestating—the magazine The Door, we should take note, recently named Buffy the Vampire Slayer its “theologian of the year” and the series has attracted a great deal of attention from CESNUR, as the presence of such scholars as Gordon Melton and Massimo Introvigne at this conference [Blood Text And Fears" Norwich, England, Oct. 2002] testifies—should produce no such qualms. It’s difficult to imagine it in better hands than those of the “very hard-line, angry atheist” Joss Whedon.

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Saturday, 6. September 2003

Den Essay "Merzbow, Spiral Blast and the Ecstasy of Sound Itself" findet man im neuen musikwissenschaftlichen Journal "Sapaan". Die Platte "Spiral Blast" (1996) wird mit mit Frequenzanalysen untersucht. Andere Themen sind "Hidden Geometry in Music of Bach and Schoenberg" und Haydns The Creation. [Link gefunden in der Merzbow Mailingliste]

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Tuesday, 2. September 2003

Jan Philipp Reemtsma wurde 1985 von Tom Schimmeck portraitiert [wieder mal via Arno Schmidt Mailingliste]. Der Artikel ist informativ in Bezug auf die Reemtsa-Firmengeschichte, aber teilweise - vor allem in den Passagen über die Gründung des Hamburger Instituts für Sozialforschung - zu sarkastisch für meinen Geschmack.

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Eine Freizeitbeschäftigung die manche bei einem Nicht-Amerikaner vielleicht belächeln würden: Die US-Bundesstaaten und ihre Hauptstädte lernen. Überprüfen kann man seine Fortschritte dann mit den nützlichen "Map Puzzles" unter der sinnigen Adresse yourchildlearns.com. (Übrigens sollte man auch jederzeit die Länder des afrikanischen Kontinents zuordnen können. Ich habe meine Wissenslücken mit Hilfe der obigen Adresse behoben.) Nächstes neurotisches Projekt: Die amerikanischen Präsidenten auswendig lernen und die jeweiligen Einträge in der Encyclopaedia Britannica nachlesen.

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Wednesday, 27. August 2003
"Arno Schmidt – Ein Portrait"

Diesen Text findet man auf der neuen Homepage des Schmidt-Spezialisten ("Dies wundersame Gemisch") Marius Fränzel. [Via Giesbert Damaschkes Arno Schmidt-Mailingliste]

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Monday, 25. August 2003

Das "stylus magazine" schreibt ausführlichst (18 500 Wörter) über die Mutter aller nicht vollendeten Pop-Alben, das "Smile"-Projekt von den Beach Boys [Part 1/Part 2 gefunden über die Zorn Mailingliste]

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Fred Camper hat eine äußerst interessante Seite über die Stan Brakhage Criterion Doppel-DVD zusammengestellt (u.a. mit einem Link zu seinen Linernotes, die er für das Set geschrieben hat).

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Friday, 15. August 2003

Jonathan Rosenbaum in einer sehr assoziativ gehaltenen Sammelrezension, die Filme von "The Robe" bis "Spy Kids 3D" umfaßt:

Bits of reality in movies -- spaces, durations, characters, events, settings, thoughts, moods, feelings -- vary as much as our everyday experiences. We usually don't admit to going to movies in search of them because so many of our cultural commissars keep insisting that we go mainly in search of escape, though sometimes those who do go for escape complain if a film isn't sufficiently realistic.
(Hervorhebung von mir.)

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Tuesday, 5. August 2003

Soweit ich es beurteilen kann, ist diese Einführung von Wieland Freund und Guido Grafin in die jeweils letzten Romane von D.F. Wallace, Jonathan Franzen, Jeffrey Eugenides und Richard Powers sehr gelungen [Merkur via Perlentaucher].

Das NYT Magazine schrieb 1996 über den Aufstieg von Wallace. Ironisch-sloganbewußter Titel: The Grunge American Novel [via The Howling Fantods]. Nur angelesen habe ich diese stilistisch detaillierte, inhaltlich böse Wallace-Parodie von Bill Wyman [Salon].

Zitat aus einer der (naheliegenderweise) reichlich vorhandenen Fußnoten:

1) David Foster Wallace, author of "The Broom of the System," "Infinite Jest" and, more recently, "A Supposedly Fun Thing I'll Never Do Again," a collection of journalism, acclaimed ("one of the big talents of his generation, a writer of virtuosic talents who can seemingly do anything," as Michiko Kakutani put it in the NYT) and impossibly scruffy and hip, now the class author of choice for upscale general-interest magazines, known, perhaps most superficially, for his involuted, amusing style, with lots of long, breathless sentences, twisting and turning up hill and down dale where his whirling mind (as we're supposed to understand) takes him; oddities like funny grammatical constructions, which constructions are illustrated here in this phrase; and the turning of conventional reporting on its head by the use of many devices, most famous among them many lengthy and discursive footnotes. This article is a parody of that technique, just as this sentence, with its deflating, post-modernist self-referentiality, is.

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Sunday, 3. August 2003

ChristopherNoxon.com hat eine größere Anzahl von Texten des Journalisten, der u.a. für die NY Times und LA Times schreibt. Aufgefallen sind mir sein Bericht über das Ende des dot-com-Booms ("High Anxiety") und, natürlich, der aufsehenerregende Beitrag über Mel Gibsons "The Passion" ("Is the Pope Catholic . . . Enough?"), einem Film, der anscheinend von dessen Hintergrund in einer äußerst seltsamen Katholiken-Splittergruppe beeinflußt ist. In Aramäisch und Latein zu drehen, noch dazu ohne Untertitel und bei einem Budget von 25 Millionen Dollar, ist begrüßenswert, die Passions-Thematik ist es weniger. (Meine zumindest ich, den nicht einmal "Il Vangelo Secondo Matteo" des großen Pier Paolo Pasolini überzeugen kann.)

Außerdem, so Frank Rich (NYT "Mel Gibson's Martyrdom Complex"), hat das Drehbuch Aspekte, die von einer aus jüdischen und römisch-katholischen Wissenschaftlern zusammengesetzten Kommission als antisemitisch interpretiert wurden.

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Monday, 21. July 2003

Adam Simons "The American Nightmare" ist eine feine Dokumentation über den US-Horrorfilm der 60er und 70er. Einige der wichtigsten Regisseure und Theoretiker (zB. Tom Gunning) des Genres werden interviewt. Obwohl auch diese gelungene Einführung keinen Horror-Enthusiasten aus mir machen wird, kann ich die "horror-flick-as-social-commentary"-These (All Movie Guide) jetzt gut nachvollziehen.

Link: "American Nightmare" Rezensionen bei der Movie Review Query Engine

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Saturday, 19. July 2003

Morgen um 11:25 in 3sat: Rosa von Praunheims nicht übermäßig gelungener Interview-Film "Für mich gab's nur noch Fassbinder". Die "Junge Welt" meint:

Es wird deshalb nicht klar, wonach von Praunheim gesucht hat. Es ist ein Film, dem die Idee zum Film fehlt. Von Praunheim ist unterwegs mit guten Absichten, fragt nach Gossip und bleibt dabei ziemlich schüchtern. Der Film läßt sich sehen, wie sich die neue, aus Zitaten zusammengesetzte Autobiografie der Beatles liest: Wenn die Geschichte gemacht und auch schon ein großer Haufen Rezeptionsgeschichte geschrieben, aufgekocht und abgefrühstückt worden ist, dann müssen sich die Protagonisten ganz schön anstrengen, wenn die Zuhörer und Zuschauer nicht unruhig werden sollen. Am auffälligsten bleibt deshalb eine bestimmte Medienmechanik: Nie kommen so viele Frauen im Fernsehen zu Wort, wie wenn sie etwas über Männer zu sagen haben; über Männer, mit denen sie etwas gehabt hatten, und über Männer, mit denen sie etwas gehabt hatten, und die jetzt tot sind.

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Friday, 18. July 2003
Ein Dokument der Abneigung

...ist diese Polemik von Gavin Keeney gegen den "New Yorker". (Anlaß ist das Chomsky-Portrait von Larisa MacFarquhar im April.) Was diese Attacke nicht leisten will - eine mit Empirie angereicherte Analyse - fehlt ihr letztendlich.

Both "The New Yorker" and "The New York Times" specialize in empty intellectual calories, spiriting away anything of value and spritzing the reading public with journalistic eau de nothingness, a vagueness so vague that it seems almost self-conscious of its own meaninglessness. Far from provoking an intellectual and spiritual crisis, this potential crisis is instead de-racinated and institutionalized in the club that each journalistic camp employs to sort and massage the every-day barrage of half-truths and lies that constitute the news cycle.

The New Yorker, in particular, is the quintessential club for light-weights -- the air-head club -- an efficacious affectation that spares its members any responsibility for the state of things. The club is effectively a chorus of highly-paid commentators on the spectacle of contemporary life.

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Monday, 14. July 2003

Richard Wolin kritisiert vernichtend, wie Hans-Georg Gadamers Verhalten während des Nationalsozialmus in der Biographie von Jean Grondin dargestellt wird [Bookforum via Marxism list]:

Ironically, though, what Grondin's "sympathetic" method demonstrates is the moral bankruptcy of the hermeneutic approach.

[...]

Time and again, Gadamer's own ethical transgressions are compounded by Grondin's post hoc rationalizations.

The stated intention of Grondin's biography is to examine how hermeneutics, as personified by Gadamer, fares under real-world conditions. At the outset, Grondin admits that he was motivated to undertake this study by the damaging allegations concerning Heidegger's conduct under the Nazis. Surely, the tale of Gadamer's activities during the Nazi years must yield a more uplifting account.

Not really. At virtually every pivotal juncture, Gadamer caved in to the regime without a fight. To judge by these lights, hermeneutics is a philosophy of conformism. It turns conciliation with political evil into an art form. Apparently, in the hermeneutic lexicon, "civil courage" is an unknown virtue, a foreign phrase.

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Lewis Saul, super-aficionado of Zappa's concert music, asks some music theory-questions and because no serious contributions come up, answers them himself.

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of Freedom" Auf dieses Album freue ich mich schon jetzt!...
by FraFuchs (1/22/05 2:10 AM)
Die Welt braucht gar keine
Weblogs, aber davon braucht man sich ja nicht hindern...
by Irene (1/3/05 9:35 PM)
schön, dass Sie wieder
da sind. ich hatte Sie vermisst.
by praschl (11/16/04 7:08 PM)
...eine Baustelle, die ich
gerne besuche. Danke!
by FraFuchs (11/16/04 7:05 PM)
Das hier ist ihre Baustelle.
Und, möchte ich hinzufügen, eine Baustelle, die ich gerne...
by ak (11/15/04 11:33 PM)

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